Was kostet eine Handwerker-Website?
Auf diese Frage bekommt man meistens „das kommt darauf an" zu hören. Stimmt, hilft aber niemandem weiter. Deshalb hier zuerst die Zahlen, dann die Erklärung, woher die Unterschiede kommen.
Eine Website für einen Handwerks- oder Baubetrieb kostet zwischen null und zehntausend Euro. Das ist keine Ausrede, sondern eine Beschreibung des Marktes: Es gibt vier ziemlich verschiedene Wege, und sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis am ersten Tag als darin, was im zweiten Jahr passiert.
Die vier Wege und was sie üblicherweise kosten
Die folgenden Spannen sind das, was im deutschen Markt für kleine und mittlere Betriebe üblich ist. Sie sind kein Preisspiegel und keine Empfehlung. Sie sollen Ihnen nur helfen, ein Angebot einzuordnen, das vor Ihnen auf dem Tisch liegt.
| Weg | Einmalig | Laufend | Sinnvoll, wenn … |
|---|---|---|---|
| Baukasten, selbst gebaut | 0 – 500 € | 10 – 30 € / Monat | Wenn Sie Zeit haben, Texte selbst schreiben und mit einer Vorlage leben können. |
| Nebenberuflich erstellt | 700 – 1.500 € | meist nicht enthalten | Wenn jemand im Bekanntenkreis das kann und auch in zwei Jahren noch Zeit hat. |
| Freelancer | 1.500 – 3.000 € | oft separat | Wenn Sie wissen, was Sie wollen, und die Inhalte selbst liefern können. |
| Agentur oder Studio | 3.500 – 6.000 € | 50 – 150 € / Monat | Wenn Texte, Fotos, Rechtstexte und Betrieb mitkommen sollen. |
Alle Beträge netto. Stand Juli 2026.
Auffällig ist die Lücke in der Mitte. Zwischen 1.500 und 3.500 Euro liegt der Bereich, in dem die meisten Betriebe landen, und in dem die Angebote am schwersten zu vergleichen sind, weil sie sehr Unterschiedliches enthalten.
Was den Preis tatsächlich treibt
Nicht die Zahl der Seiten. Die ist der Posten, über den am meisten geredet wird, und der am wenigsten ausmacht. Vier andere Dinge entscheiden über den Preis:
Wer die Texte schreibt
Das ist der größte einzelne Kostenblock und derjenige, den man beim Vergleich am leichtesten übersieht. Ein Angebot über 1.800 Euro, bei dem Sie alle Texte liefern, ist teurer als eines über 2.600 Euro mit geschriebenen Texten, wenn Sie ehrlich rechnen, wie viele Abende Sie daran sitzen. Und in der Praxis ist das der Punkt, an dem Projekte monatelang liegenbleiben.
Ob es eigene Fotos gibt
Stockfotos sind kostenlos verfügbar und sofort erkennbar. Wer als Zimmerer eine Website mit einem lächelnden Modell in sauberer Latzhose betreibt, hat die Chance vertan, den Unterschied zum Wettbewerber zu zeigen. Ein Fototermin auf zwei, drei Baustellen kostet je nach Umfang zwischen 400 und 1.200 Euro und ist meistens die beste Einzelinvestition am ganzen Projekt.
Wie viel Funktion dazukommt
Ein Kontaktformular ist Standard. Eine Karriereseite mit Bewerbungsformular, ein Projektarchiv mit Filterung oder eine Anbindung an Ihr Warenwirtschaftssystem sind es nicht. Jede dieser Funktionen ist einzeln überschaubar, in Summe verschieben sie ein Projekt aber um eine ganze Preisklasse.
Ob jemand die Seite betreibt
Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal hinstellt. Server brauchen Updates, Zertifikate laufen ab, Rechtslagen ändern sich. Wenn im Angebot nichts über den laufenden Betrieb steht, heißt das nicht, dass er nichts kostet, sondern nur, dass Sie ihn später separat einkaufen.
Die Kosten, die im Angebot nicht stehen
Diese Posten tauchen in vielen Angeboten nicht auf, fallen aber trotzdem an. Wenn Sie zwei Angebote vergleichen, lohnt es sich, jedes davon einzeln abzufragen.
Rechnen Sie jedes Angebot auf drei Jahre hoch. Erst dann sehen Sie, was es wirklich kostet, und der Abstand zwischen billig und teuer schrumpft erheblich.
Woran Sie ein zu billiges Angebot erkennen
Günstig ist nicht schlecht. Aber es gibt drei Signale, bei denen Sie genauer hinsehen sollten. Das erste ist eine Seite, die es so ähnlich schon gibt: Wenn im Portfolio des Anbieters mehrere Betriebe dieselbe Struktur, dieselben Abschnitte und dieselben Formulierungen haben, kaufen Sie eine Vorlage mit Ihrem Logo darauf.
Das zweite ist ein Angebot ohne Zeile zum Datenschutz. Rechtstexte, lokal eingebundene Schriften und ein sauberes Formular sind Arbeit. Fehlen sie im Angebot, fehlen sie meistens auch im Ergebnis, und ein Abmahnschreiben kostet mehr, als die ganze Seite gekostet hat.
Das dritte ist die Frage nach dem Zugang. Wem gehört die Domain? Wer hat die Zugangsdaten zum Server? Wenn darauf keine klare Antwort kommt, ist der Preis nicht das Problem, sondern die Abhängigkeit.
Sechs Fragen, die jedes Angebot vergleichbar machen
Stellen Sie diese Fragen jedem Anbieter, von dem Sie ein Angebot haben. Die Antworten sortieren die Liste schneller als jeder Preisvergleich.
- 01Wem gehören Domain, Inhalte und Bilder nach dem Projekt, schriftlich?
- 02Sind Impressum und Datenschutzerklärung enthalten und auf meinen Betrieb bezogen?
- 03Wie viele Korrekturschleifen sind drin, und was kostet die nächste?
- 04Was kostet der Betrieb im zweiten Jahr, mit Hosting, Domain und Updates?
- 05Wer ändert eine Telefonnummer, wenn sie sich ändert, und wie lange dauert das?
- 06Komme ich an die Seite heran, wenn wir nicht mehr zusammenarbeiten?
Was eine Website bei uns kostet
Der Vollständigkeit halber, weil Sie es sonst zusammensuchen müssten: Unsere Pakete liegen zwischen 1.799 und 3.799 Euro netto, je nach Umfang und Seitenanzahl. Der laufende Betrieb kostet 59 Euro im Monat und enthält Hosting, Domain, Updates, Rechtstextpflege und Änderungen, die Sie uns durchgeben. Texte, Fotos und Rechtstexte sind in jedem Paket drin.
Wir liegen damit bewusst nicht am unteren Ende. Der Grund ist der Punkt weiter oben: Texte und Fotos sind der Teil, an dem Projekte scheitern, und wir nehmen ihn Ihnen ab, statt ihn aus dem Angebot herauszurechnen.
Was in welchem Paket steckt, steht im Detail auf der Leistungsseite. Und wenn Sie ein fremdes Angebot vor sich haben und nicht sicher sind, ob es vollständig ist: Schicken Sie es uns, wir schauen ohne Gegenleistung drüber.
Kurz zusammengefasst
Eine brauchbare Website für einen Handwerksbetrieb kostet einmalig meist zwischen 1.500 und 4.000 Euro, dazu 20 bis 80 Euro im Monat für den Betrieb. Alles darunter bedeutet in der Regel, dass Sie Texte, Fotos oder Pflege selbst übernehmen, was legitim ist, solange Sie es wissen. Alles darüber sollte durch Funktionen begründet sein, die Sie benennen können.
Der teuerste Fehler ist nicht ein zu hoher Preis. Es ist eine Seite für 900 Euro, die nach zwei Jahren niemand mehr betreut, technisch veraltet ist und noch einmal von vorn gebaut werden muss.
Gestaltet die Seiten, verantwortet Serverbetrieb, Sicherheit und die DSGVO-Umsetzung. Führt die Erstgespräche und steht mit Kamera und Drohne auf den Baustellen unserer Kunden.
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